Die passende Nähmaschinennadel richtet sich nicht nur nach dem Stoff, sondern auch nach dem Garn, der Verstärkung und der Anzahl der Materiallagen. Darum ist Nadelkunde beim Nähen so wichtig.
Für einfache Taschen aus Baumwollstoff reicht häufig eine Universalnadel in Stärke 80. Für Canvas, Jeans, Gurtband und dickere Stellen ist meistens eine Jeansnadel in Stärke 90 oder 100 besser geeignet. Eine Microtexnadel kann bei dicht gewebten, beschichteten oder glatten Materialien sowie bei präzisen Steppnähten sinnvoll sein. Ledernadeln solltest du hauptsächlich für echtes Leder oder sehr feste Lederimitate verwenden.
Die wichtigste Regel lautet: Je fester das Material, je dicker das Garn und je mehr Lagen du vernähst, desto stärker muss in der Regel die Nadel sein.
Als eine der wichtigsten Grundlagen für schöne Nähte an deiner Tasche schauen wir uns in diesem Blogbeitrag alle Informationen an, die du zum Nähen von deiner Tasche benötigst.
Warum ist die richtige Nadel beim Taschennähen so wichtig?
Beim Taschennähen muss eine Nadel oft mehr leisten als bei einfachen Näharbeiten. Sie durchsticht nicht nur einen einzelnen Baumwollstoff. Häufig liegen mehrere Materialien übereinander z.B. :
- Aussenstoff,
- Futterstoff,
- Bügeleinlage oder Vlies,
- Nahtzugaben,
- Reissverschlussband,
- Gurtband,
- Kunstleder,
- Taschenboden oder Bodeneinlage.
An Henkeln, Ecken, Reissverschlussenden und Taschennähten entstehen schnell besonders dicke Stellen.
Ist die Nadel zu fein, kann sie sich verbiegen oder brechen. Ist die Spitze für das Material ungeeignet, können Fehlstiche, Fadenrisse oder sichtbare Materialschäden entstehen. Eine zu grosse Nadel kann dagegen unnötig grosse Einstichlöcher hinterlassen.
Die richtige Nadel verbessert:
- das Stichbild,
- die Haltbarkeit der Naht,
- den gleichmässigen Transport des Garns,
- die Sicherheit beim Nähen,
- die Verarbeitung dicker Stellen,
- den Schutz empfindlicher Materialien.
Welche Nadel brauchst du zum Taschen nähen?
Für die meisten Taschenprojekte benötigst du keine zwanzig verschiedenen Nadelsorten. Eine kleine Auswahl deckt bereits viele Materialien ab:
1. Universalnadel,
2. Microtexnadel,
3. Topstitch-Nadel.
Welche davon richtig ist, hängt immer von der vollständigen Materialkombination ab. Nicht nur der Aussenstoff ist entscheidend. Auch Futter, Vlies, Garn und die dickste Stelle des Projekts müssen berücksichtigt werden.
Was bedeutet die Zahl auf einer Nähmaschinennadel?
Nadelgrössen werden häufig mit zwei Zahlen angegeben, beispielsweise 90/14 oder 100/16.
Die erste Zahl entspricht dem europäischen Grössensystem. Sie beschreibt den Durchmesser des Nadelschafts in Hundertstelmillimetern. Eine Nadel der Stärke 90 besitzt somit einen Schaftdurchmesser von ungefähr 0,90 Millimetern. Die zweite Zahl bezeichnet die entsprechende amerikanische Grösse.
Typische Grössen für Taschenprojekte sind:
- 70/10 für feine Stoffe,
- 80/12 für normale Baumwollstoffe,
- 90/14 für Canvas und festere Materialien,
- 100/16 für dicke Lagen und schwerere Garne,
- 110/18 für sehr feste Materialien, sofern die Maschine und das Projekt dafür geeignet sind.
Eine grössere Zahl bedeutet eine stärkere Nadel. Sie bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die Nadel für jedes feste Material geeignet ist. Neben der Stärke muss auch der Nadeltyp zur Oberfläche und Struktur des Materials passen.
Universalnadel: Der Allrounder
Die Universalnadel ist die Standardnadel für viele gewöhnliche Näharbeiten. Sie eignet sich für zahlreiche gewebte Stoffe und einfache Taschenprojekte.
Geeignet für
- normale Baumwollwebware,
- leichte Dekostoffe,
- Futterstoffe,
- kleine Stoffbeutel,
- leichte Utensilos,
- Täschchen ohne sehr dicke Übergänge.
Für ein einfaches Taschenprojekt aus normaler Baumwollwebware ist eine Universalnadel in Stärke 80 meistens ein guter Ausgangspunkt. Eine Universalnadel in Stärke 90 kann funktionieren, wenn der Stoff etwas fester ist oder eine leichte Einlage hinzukommt.
Die Universalnadel ist vielseitig, aber nicht für jede Materialkombination die beste Lösung. Bei anspruchsvolleren Taschenlagen sorgt eine Spezialnadel häufig für ein saubereres Ergebnis.
Teste trotzdem immer die tatsächliche Materialkombination. Ein leichter Canvas mit dünnem Futter benötigt möglicherweise nur eine 90er-Nadel. Vier Lagen Canvas, Vlies und Gurtband können dagegen eine 100er-Nadel erfordern.
Microtexnadel: Für präzise Nähte und dicht gewebte Materialien
Die Microtexnadel besitzt eine besonders schlanke und spitze Spitze. Sie wird deshalb auch als Sharp-Nadel bezeichnet.
Sie kann bei dicht gewebten, glatten oder beschichteten Materialien sowie bei präzisen Steppnähten für ein sauberes Stichbild sorgen. Der Hersteller empfiehlt sie unter anderem für beschichtete Materialien, Kunstlederfolien, Wachstuch und weiches Kunstleder.
Geeignet für
- beschichtete Baumwolle,
- Wachstuch,
- dünnes Vinyl,
- weiches Kunstleder,
- dicht gewebte Stoffe,
- Korkstoff,
- präzise Absteppungen
- feine sichtbare Nähte.
Mögliche Grössen
Je nach Material kommen häufig folgende Grössen infrage:
- Microtex 70 für feine, dicht gewebte Stoffe,
- Microtex 80 für normale beschichtete Stoffe,
- Microtex 90 für festere Materialien oder mehrere Lagen,
- Microtex 100 für bestimmte schwere Beschichtungen.
Verwende nicht automatisch die grösstmögliche Nadel. Auf Kunstleder, Vinyl und beschichteten Stoffen bleiben Einstichlöcher dauerhaft sichtbar. Eine unnötig grosse Nadel kann deshalb das Material beschädigen.
Topstitch-Nadel: Für sichtbare Steppnähte und stärkeres Garn
Die Topstitch-Nadel wurde für sichtbare Steppnähte und die Verarbeitung stärkerer oder empfindlicher Garne entwickelt.
Sie besitzt ein längeres beziehungsweise grösseres Nadelöhr als eine gewöhnliche Universalnadel. Dadurch kann stärkeres Garn leichter durch das Öhr laufen.
Geeignet für
- sichtbare Absteppungen,
- dekorative Nähte,
- stärkeres Nähgarn,
- Ziergarn,
- Taschenklappen,
- Henkel und Träger,
- abgesteppten Taschenkanten.
Eine Topstitch-Nadel löst jedoch nicht jedes Problem mit dickem Garn. Auch Fadenspannung, Stichlänge, Unterfaden und Leistungsfähigkeit der Maschine müssen zur Kombination passen.
Für gut sichtbare Absteppnähte kannst du ausserdem eine etwas längere Stichlänge testen, beispielsweise 3 bis 3,5 Millimeter. Die optimale Einstellung hängt von Maschine, Material und Garn ab.
Extra-Wissen: Die Zahl 80 ist tatsächlich ein Mass
Bei einer europäischen Nadelgrösse von 80 beträgt der Durchmesser des Nadelschafts ungefähr 0,80 Millimeter. Eine 100er-Nadel ist entsprechend ungefähr 1 Millimeter stark. Die Grössenzahl ist somit nicht willkürlich gewählt.
Wie wählst du die richtige Nadelstärke?
Die Nadelstärke richtet sich nach drei Dingen:
1. dem Material,
2. der Anzahl der Lagen,
3. der Stärke des Garns.
Grundsätzlich gilt:
- Feiner Stoff und feines Garn benötigen eine feinere Nadel.
- Fester Stoff und dickeres Garn benötigen meistens eine stärkere Nadel.
- Mehrere übereinanderliegende Lagen können eine stärkere Nadel erfordern.
- Die Nadel darf trotzdem keine unnötig grossen Löcher verursachen.
Die Nadelgrösse muss zum Material als auch zur Garnstärke passen. Je feiner Stoff und Faden sind, desto feiner sollte auch die Nadel gewählt werden.
Welches Nadelsystem passt zu einer Haushaltsnähmaschine?
Viele moderne Haushaltsnähmaschinen verwenden das Nadelsystem 130/705 H. Dieses System besitzt einen Flachkolben, der beim Einsetzen in die Maschine in die vorgeschriebene Richtung zeigen muss.
Überprüfe trotzdem die Bedienungsanleitung deiner Nähmaschine. Besonders bei älteren Maschinen, Overlockmaschinen, Coverlockmaschinen und Industriemaschinen können andere Nadelsysteme erforderlich sein.
Die richtige Nadelart allein genügt nicht, wenn das Nadelsystem nicht zur Maschine passt.
Wie setzt du eine Nähmaschinennadel richtig ein?
Eine falsch eingesetzte Nadel kann ebenfalls Fehlstiche und Fadenprobleme verursachen.
Gehe so vor:
1. Schalte die Nähmaschine aus.
2. Bringe die Nadelstange in die höchste Position.
3. Löse die Nadelschraube.
4. Entferne die alte Nadel nach unten.
5. Setze die neue Nadel entsprechend der Maschinenanleitung vollständig bis zum Anschlag ein.
6. Ziehe die Nadelschraube sorgfältig fest.
7. Fädle die Maschine neu ein.
8. Drehe das Handrad einmal langsam von Hand durch.
Bei den meisten Haushaltsmaschinen zeigt die flache Seite des Kolbens nach hinten. Es gibt jedoch Ausnahmen. Massgeblich ist deshalb immer die Bedienungsanleitung deiner Maschine.
Wann solltest du die Nadel wechseln?
Vlies und Einlagen geben einer Tasche Form, Stand und Stabilität. Ohne Verstärkung wirken Taschen aus dünnen Stoffen häufig weich oder fallen in sich zusammen.
Welche Einlage du benötigst, hängt von der Taschenart und dem verwendeten Aussenstoff ab.
Ein kleines Reissverschlusstäschchen benötigt meistens nur eine leichte bis mittlere Verstärkung. Ein Shopper braucht häufig mehr Stabilität, vor allem am Boden und an den Henkelansätzen. Für Rucksäcke oder Weekender werden oft festere Einlagen, Schaumstoffvlies oder zusätzliche Bodeneinlagen verwendet.
Merke dir folgende Grundregel: Je dünner der Stoff und je grösser die Tasche, desto wichtiger ist eine geeignete Stabilisierung.
Teste die Kombination immer an einem Stoffrest. Bügle ein kleines Stück der Einlage auf und lasse es vollständig auskühlen. Danach kannst du beurteilen, ob das Ergebnis weich, formstabil oder möglicherweise zu steif ist.
Welche Nähmaschinennadel brauchst du zum Taschennähen?
Eine Nähmaschinennadel ist ein Verschleissteil. Auch wenn sie noch nicht gebrochen ist, kann ihre Spitze bereits stumpf oder der Schaft leicht verbogen sein.
Als allgemeine Orientierung empfiehlt SCHMETZ einen Wechsel nach ungefähr acht Stunden Nähzeit oder zu Beginn eines neuen Projekts. Je nach Material und Belastung kann ein früherer Wechsel nötig sein.
Wechsle die Nadel sofort, wenn:
- der Oberfaden wiederholt reisst,
- Stiche ausgelassen werden,
- das Stichbild ungleichmässig wird,
- die Maschine klackert oder knackt,
- grosse Einstichlöcher entstehen,
- der Stoff beschädigt wird,
- die Nadel eine Stecknadel oder Metallkante getroffen hat,
- die Nadel sichtbar verbogen ist.
Beschädigte oder abgenutzte Nadeln können unter anderem ausgefranste Fäden, ausgelassene Stiche, gekräuselte Stoffe und auffällige Geräusche verursachen.
Häufige Fehler bei der Nadelwahl
Fehler 1: Eine zu feine Nadel für dicke Lagen verwenden
Eine Universalnadel in Stärke 80 kann für zwei Lagen Baumwolle ideal sein. Bei mehreren Lagen Canvas, Vlies und Gurtband ist sie möglicherweise zu fein. Die Nadel kann sich verbiegen, auf die Stichplatte treffen oder brechen.
Besser: Verwende für feste Webstoffe und dicke Übergänge eine passende Jeansnadel in Stärke 90 oder 100.
Fehler 2: Immer die stärkste Nadel einsetzen
Eine sehr starke Nadel ist nicht automatisch besser. Sie erzeugt grössere Löcher und kann empfindliche Stoffe oder Beschichtungen sichtbar beschädigen.
Besser: Verwende die feinste Nadel, die Stoff und Garn noch zuverlässig verarbeitet.
Fehler 3: Für jedes Kunstleder eine Ledernadel verwenden
Kunstleder kann weich, elastisch, textilbeschichtet, sehr dünn oder ausgesprochen fest sein.
Besser: Teste bei weichem Kunstleder zunächst eine Microtex-, Universal- oder Jeansnadel. Verwende eine Ledernadel nur bei geeigneten festen Materialien.
Fehler 4: Die alte Nadel weiterverwenden
Eine Nadel kann stumpf oder leicht verbogen sein, obwohl du mit blossem Auge nichts erkennst.
Besser: Setze bei unerklärlichen Stichproblemen zuerst eine neue Nadel ein.
Fehler 5: Garn und Nadel nicht aufeinander abstimmen
Starkes Garn passt möglicherweise nicht durch das Öhr einer feinen Nadel. Der Faden reibt, franst aus oder reisst.
Besser: Verwende bei dickerem Garn eine grössere Nadel oder eine geeignete Topstitch-Nadel.
Fehler 6: Die Nadel nicht vollständig einsetzen
Sitzt die Nadel nicht bis zum Anschlag in der Nadelhalterung, kann die Maschine Stiche auslassen oder die Nadel kann auf Greifer beziehungsweise Stichplatte treffen.
Besser: Setze sie nach Anleitung vollständig ein und ziehe die Schraube fest.
Fehler 7: Den Stoff durch die Maschine ziehen
Wenn du dicke Stellen mit Kraft hinter dem Nähfuss hervorziehst, kann sich die Nadel verbiegen.
Besser: Lass den Transporteur arbeiten, nähe langsam und unterstütze den Höhenausgleich bei Bedarf mit einem geeigneten Werkzeug.
Extra-Wissen: Farbenspiel
Viele Haushaltsnähmaschinennadeln von SCHMETZ besitzen zwei Farbringe. Der obere Ring zeigt den Nadeltyp und der untere Ring die Nadelstärke an. Einige Nadeltypen bilden Ausnahmen und besitzen nur einen Farbring.
Was tun, wenn die Maschine an dicken Stellen nicht weiterkommt?
Nicht jedes Problem lässt sich allein durch eine stärkere Nadel lösen.
Gehe schrittweise vor:
1. Stoppe die Maschine.
2. Prüfe, ob die Nadel zum Material passt.
3. Setze bei Zweifeln eine neue Nadel ein.
4. Kontrolliere die Fadenspannung und das Einfädeln.
5. Reduziere die Nähgeschwindigkeit.
6. Verwende an einzelnen Stellen das Handrad.
7. Gleiche den Höhenunterschied hinter dem Nähfuss aus.
8. Reduziere unnötige Stoff- oder Vlieslagen.
9. Verwende eine etwas längere Stichlänge.
10. Prüfe, ob die Materialkombination die Grenzen deiner Maschine überschreitet.
Nähe niemals mit Gewalt weiter, wenn die Maschine blockiert. Dadurch können Nadel, Stichplatte, Greifer oder Nadelhalter beschädigt werden.
Profi-Tipps fürs Taschennähen
- Verwende für jedes grössere Taschenprojekt eine neue oder nachweislich wenig gebrauchte Nadel.
- Nähe an Ecken, Henkelansätzen und Reissverschlussenden langsam.
- Nutze das Handrad nur in der normalen Drehrichtung deiner Maschine.
- Teste die Nadel an einem Stoffrest mit allen Vlies- und Futterschichten.
- Stelle im Probestück auch die dickste Stelle der Tasche nach.
- Verändere immer nur eine Einstellung auf einmal.
- Verwende für sichtbare Steppnähte eine längere Stichlänge.
- Notiere dir erfolgreiche Kombinationen aus Stoff, Nadel, Garn und Stichlänge.
- Bewahre angebrochene Nadeln beschriftet auf, damit du Typ und Stärke später noch erkennst.
- Entsorge verbogene oder stumpfe Nadeln sicher in einem festen Behälter.
Fazit: Die richtige Nadel macht das Taschennähen leichter
Die passende Nähmaschinennadel ist ein kleiner, aber entscheidender Teil deines Taschenprojekts.
Für normale Baumwollstoffe reicht häufig eine Universalnadel in Stärke 80. Für Canvas, Jeans, Gurtband und dickere Lagen ist eine Jeansnadel in Stärke 90 oder 100 oft die bessere Wahl. Eine Microtexnadel kann bei beschichteten, glatten und dicht gewebten Materialien sowie für präzise Nähte hilfreich sein. Ledernadeln solltest du gezielt für echtes Leder und geeignete feste Lederimitate einsetzen.
Entscheidend ist immer die gesamte Kombination aus Stoff, Vlies, Garn, Anzahl der Lagen und Nähmaschine.
Wenn deine Maschine plötzlich Stiche auslässt, klackert oder den Faden zerreisst, beginne mit der einfachsten Lösung: Setze eine neue, zum Material passende Nadel ein.
Dieser kleine Wechsel kann einen überraschend grossen Unterschied machen.
FAQ
Welche Nadel ist für eine Tasche aus Baumwollstoff geeignet?
Für eine einfache Tasche aus normaler Baumwollwebware eignet sich meistens eine Universalnadel in Stärke 80. Kommen festes Vlies, mehrere Nahtzugaben oder dickere Henkel hinzu, kann eine Universal- oder Jeansnadel in Stärke 90 besser funktionieren. Teste die vollständige Materialkombination vor dem Nähen an einem Reststück.
Welche Nadel brauche ich für Canvas und mehrere Stofflagen?
Für Canvas ist eine Jeansnadel in Stärke 90 ein guter Ausgangspunkt. Bei festem Canvas, Gurtband, dicken Nähten oder mehreren verstärkten Lagen kann eine Jeansnadel in Stärke 100 notwendig sein. Der verstärkte Schaft einer Jeansnadel ist für dicht gewebte und dicke Materialien ausgelegt.
Welche Nadel eignet sich für Kunstleder?
Für weiches Kunstleder eignen sich je nach Aufbau häufig eine Microtex- oder Universalnadel in Stärke 80 bis 90. Bei mehreren Lagen kann auch eine Jeansnadel funktionieren. Für sehr hartes Kunstleder kann eine Ledernadel notwendig sein. Teste immer an einem Reststück, da Einstichlöcher in Kunstleder dauerhaft sichtbar bleiben.
Warum lässt meine Nähmaschine beim Taschennähen Stiche aus?
Ausgelassene Stiche können durch eine stumpfe, verbogene, falsch eingesetzte oder ungeeignete Nadel entstehen. Weitere mögliche Ursachen sind falsches Einfädeln, eine unpassende Kombination aus Garn und Nadel, schwierige Materiallagen oder eine nicht korrekt eingestellte Maschine. Setze zuerst eine neue, passende Nadel ein, fädle die Maschine vollständig neu ein und teste die Naht an einem Reststück.

